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Gyula Foky-Gruber

One-World-Gospel-Group und Gyula Foky-Gruber

Hopf, zweiteilige, zylindrische Sopranblockflöte in c2, System Gruber („Silberton“), aus versilbertem Messing oder Neusilber, im originalen schwarzen Etui. Gebaut im März 1975 aus vorgefertigten Teilen der Firma Hopf von Gyula Foky-Gruber.7

Gyula Foky-Gruber (* 1927 in Ungarn; † 2014) war ein ungarischer Komponist, Arrangeur, Verleger, konzertanter Flötist, Pianist und Entwickler besonderer Flöten, für die er Patente besaß.

Foky-Gruber entstammte einer Familie, die über viele Generationen den Hirtenberuf in Südungarn ausübte. Er begann ein Kompositionsstudium an der Musikakademie in Budapest. 1956 floh er im Alter von 29 Jahren nach dem missglückten Volksaufstand gemeinsam mit ca. 200.000 Menschen aus Ungarn und ließ sich in Wien nieder. Ca. 1959 erfolgte die erste Schallplattenproduktion mit Bearbeitungen ungarischer Volksmusik. Die unterschiedlichen Aufnahmen erschienen unter verschiedenem Label in Österreich, der Schweiz und sogar in Japan. Bereits in den ersten Jahren seines konzertanten Erfolgs experimentierte Gyula Foky-Gruber mit dem Bau verschiedener Flöten. Er entwickelte 1958 eine zylindrische Hirtenflöte aus Metall und erhielt für sie 1962 ein deutsches Patent.

Die Firma Hopf baute diese Blockflöten 1965–1970 und produzierte mit Gyula-Foky Gruber eine Promotion-Single, auf der er auf seiner Flöte spielte. Später produzierte Foky-Gruber die Flöte selber bzw. die Werkstätten von Peter Kobliczek und Christoph Hammann. Seine Kompositionen erscheinen in renommierten Musikverlagen auch in Druckfassung (Verlag Doblinger, Moeck und Melisma Musik/Wiesbaden u.a.) Nach seinem Umzug nach Wiesbaden wird er Musiklehrer an Gymnasien und Konservatorien.  Nach einer schweren Erkrankung (1972) baut er seine Karriere sowohl als klassischer wie auch als Folk-Musiker aus. Gyula Foky-Gruber gastiert auf Festivals wie dem Ingelheimer Folkfestival (1974), Domizil Folk-Festival 1974, den Idsteiner Schloss Konzerten (1976), dem Mainzer Open Ohr (1977) u.v.a.

Er war Mitglied der „One-World-Gospel-Group“ (Tournee 1992 mit Antoine Fillon, Berhard Dill, Fitzroy Burroughs, Rosanna Tavares und Zélia Nogueira da Fonseca (Rosanna & Zélia), Eric Ti-i-Taming, Oscar Pearson, Charlie Carr u.a.) und er spielte die Soloflöte auf den Alben Heinz Rühmann liest die Bergpredigt“ und „Willy Millowitsch Im Anfang war das Wort“ (künstlerische Gesamtleitung Alexander Lipping).

George Deulenkamp, Gyula Foky-Gruber

Gyula Foky Und Sein Ensemble ‎– Ungarische Volks Und Hirtenlieder (Japan)

Diskografie

Alben (Vinyl)

  • 1959 – Masterstone o.J. Ungarische und rumänische Volksmusik
  • 1960 – Amadeo Gyla Foky Ungarische Volks- und Hirtenlieder
  • 1965 – Columbia Japan Gyla Foky und sein Ensemble Ungarische Volks- und Hirtenlieder
  • 1974 – Domicil Folklore Produktion Domizil Folk-Festval ´74
  • 1976 – Phonac Records Swizerland Gyula Foky Ungarische Hirtenflöte
  • 1977 – Edition Venceremos Konzert für terre des ommes
  • 1983– Opus Foky-Gruber Konzertante Folklore

CD

  • Heinz Rühmann liest Die Bergpredigt, Kulturbüro Frankfurt (1992)
  • Heinz Rühmann liest Die Bergpredigt, Weltbild Wort (1992)
  • Willy Millowitsch – Im Anfang war das Wort, Weltbild Wort (1994)

Felicia Taylor & Her Gospel Voices

  • Mowtown meets Gospel (2003)
  • auch als: Gospel Meets Soul Classics – Edel Records (2004)
  • auch als: Gospel Forever – Edel Records (2008)
  • Celebration – Monopol Records (2004)

MC

  • Heinz Rühmann liest Die Bergpredigt – One-World-Gospel-Group, Weltbild Wort (1992)

 

Gedruckte Noten als Buch (Komponist und Bearbeiter)

  • Universal Edition A.G. Wien, 1965            Hungarian Folksongs bearbeitet von Gyula Foky (Carmina No.26)
  • Universal Edition A.G. Wien,Carmina No.28 Ungarische Volkslieder – Hungarian Folksongs
  • Musikverlag Doblinger 1970       Kleine Stücke für Blockflöte (C oder F) und Klavier (Cembalo) unter Verwendung ungarischer Volksweisen Heft 1 (13)
  • Musikverlag Doblinger 1970       Kleine Stücke für Blockflöte (C oder F) und Klavier (Cembalo) unter Verwendung ungarischer Volksweisen Heft 2 (14)
  • Musikverlag Doblinger 1982 Ungarische Liebeslieder
  • Moeck Musikinstrumente + Verlag GmbH 2002 Gyula Foky-Gruber Suite über ungarische Volkslieder für Sopranblockflöte und Klavier

Weblinks und Einzelnachweise

 

  1. Gyula Foky-Gruber: Ungarische und rumänische Volksmusik. (Musikaufnahme) Wien : Amadeo, [196-?] (nypl.org)
  2. Flüchtlinge. In: Der Ungarische Volksaufstand im Jahr 1956. Deutscher Bundestag Wissenschaftliche Dienste, 2006, S. 32. (bundestag.de (PDF; 0,4 MB))
  3.  Gyula Foky-Gruber. Nik Tarasov traf den ungarischen Flötenbauer und -spieler. In: Windkanal, Nummer 4, 2000, S. 14 (windkanal.de (PDF; 5,2 MB))
  4.  Doblinger 2016, Orgel/Cembalo, S. 59.
  5. Covertext von Foky-Gruber: Ungarische und rumänische Volksmusik. Wien
  6. Gyula Foky Und Sein Ensemble: Ungarische Volks Und Hirtenlieder. Japan 1965, Columbia YS-551-AD (englisch, discogs.com)..
  7. Editorial. In: Windkanal, Nummer 4, 2000, S. 3 (PDF, Digitalisat)