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Kulturbüro Frankfurt

Rosalinde von Ossietzky-Palm


Rosalinde von Ossietzky-Palm (*21. Dezember 1919 in Berlin; †7. Februar 2000 in Stockholm, Schweden
1
war eine deutsch-schwedische Pazifistin, Kämpferin gegen Justizunrecht und Sozialarbeiterin.


Inhaltsverzeichnis

Kindheit

Rosalinde von Ossietzky-Palm war eine Sozialarbeiterin, Autorin und Aktivistin gegen das Vergessen der Verbrechen des Nationalsozialismus. Sie war die Tochter des Pazifisten, politischen Journalisten und Friedensnobelpreisträger von 1936 für das Jahr 1935 Carl von Ossietzky. Ihre Mutter geb. Maud Lichfield-Woods war die Tochter eines britischen Offiziers und Urenkelin einer indischen Prinzessin. 2 Bereits direkt nach Rosalindes Geburt gab es eine schmerzhafte Trennung von ihren Eltern, die die Mutter folgendermaßen beschrieb: „Wir besaßen immer noch nicht Geld genug, um eine bessere, vor allem gesündere Wohnung mieten zu können, als wir sie in der Genthiner Straße 22 gefunden hatten. In die alte, feuchte Wohnung konnte ich das Kind nicht mitnehmen, so ging ich allein aus dem Krankenhaus. Fünf Monate blieb Rosalinde dort in Pflege. Jeden zweiten Sonntag durften wir sie besuchen, viel zu selten für eine junge Mutter.“ 3 Auch in den späteren Jahren scheint Maud von Ossietzky (aus gesundheitlichen Gründen der Mutter?) wenig sorgende Verantwortung für ihre Tochter aufgebracht zu haben. In einem Geburtstagsgruß Carl von Ossietzkys zum 6. Geburtstag von Rosalinde heißt es: „Leider hat Pappi heute den ganzen Tag zu tun und kann nicht selbst kommen, dafür kommt Mammi und bringt Dir, mein Kleines, unsere Grüße und Wünsche. Am ersten Feiertag werden wir aber beide nach Lehnitz fahren und dich besuchen.“ 4 Mit Lehnitz ist wohl das dortige Kinderheim gemeint, in dem Rosalinde nach der Machtergreifung 1933 und dem Verlassen der Odenwaldschule noch einmal untergebracht wurde und welches ihr dann wohl schon als Insassin aus ihrer frühen Kindheit bekannt war. Verschiedene Kindheitsbilder zeigen die 2-Jährige mit einer Amme. 5 Aus Briefen und dem „Erinnerungsbuch“, das wohl eine Art von Familientagebuch der Familie Ossietzky war, entwickelt sich ein Bild der Ehe von Maud und Carl von Ossietzky. Diese wurde von ihm „als eine Art unauflöslicher Schicksalsgemeinschaft, als Ergebnis eines Gefühls, das uns wie eine dunkle Macht zusammentrieb und uns aneinander kettete“ 6 verstanden, während sie in der Rolle der Schutzbedürftigen und Hilflosen angeblich keine Verantwortung übernehmen konnte und die massiven familiären sowie später politischen Folgen ihrer Alkoholerkrankung bagatellisierte. Rosalinde hat diese Betrachtungsweise ihrer Mutter weitgehend übernommen. Sie äußerte sich Zeit ihres Lebens eher loyal und solidarisch über den Familienalltag, wobei die Idealisierung des Vaters schon früh dominant wurde.

Jugend

Nach ihren Erfahrungen als Kind, das aus familiären Gründen nur sporadisch mit ihren Eltern leben konnte, fügte sie sich spätestens seit dem Jahr 1926, als ihr Vater Carl von Ossietzky die Leitung der politischen Kulturzeitschrift „Die Weltbühne“ übernahm, ihrer neuen Rolle. Sie wurde zur Tochter eines unermüdlichen Friedenskämpfers und Kämpfers für die Demokratie in einer Zeit, in der immer mehr der politische Populismus und die physische Verfolgung politisch Andersdenkender zunahmen. Rosalinde wurde aufgrund der Existenz ihres Vaters und dessen prominenter und unerbittlich pazifistischer Position in Sippenhaft genommen. Nach dem „Weltbühne-Prozess“ von 1931, bei dem Carl von Ossietzky als verantwortlicher Redakteur eines Artikels von dem Journalisten Walter Kreiser zu einer Haftstrafe von 18 Monaten wegen Landesverrats vom Reichsgericht Leipzig verurteilt wurde, schrieb er einen Tag vor seinem Haftantritt an seine Tochter Rosalinde: „Du kannst nicht verstehen, was mich betroffen hat und warum ich jetzt auf lange Zeit fort muss. Aber Du brauchst Dich dessen nicht zu schämen und kannst den Kopf hoch tragen – es geschieht alles für eine gute anständige Sache.“ 7 Von 1932 bis 1933 besuchte Rosalinde die Odenwaldschule in Ober-Hambach. Als sie dort aufgenommen wurde, galt die Schule noch als „Kinderrepublik“. 8 Wenige Monate später kam es auch in Hambach zu Naziaufmärschen und Carl von Ossietzky wurde nach Hitlers Machtergreifung erneut verhaftet. Für die Familie begann der Alptraum von Verfolgung und ohnmächtiger Zeugenschaft der Zerstörung des Vaters. Ohne die Einnahmen Carl von Ossietzkys als Journalist konnte der Unterhalt der Ehefrau und das Schulgeld der Odenwaldschule nicht mehr aufgebracht werden. Rosalinde war aber auch als Tochter eines der prominentesten Hitlergegner in Deutschland nicht mehr sicher, es drohte die Verbringung in eine Nazi-Erziehungsanstalt. 9 Der Freundeskreis und die Helferinnen, die mit Carl von Ossietzky in den Haftanstalten und später im Konzentrationslager den direkten Kontakt hielten (im Schwerpunkt Hilde Walter und Hedwig Hünicke), waren immer bemüht, seine Ehefrau und seine Tochter zu versorgen und nach Möglichkeit zu schützen. Hierbei war bei der 13-jährigen Rosalinde immer die Rede von „dem Kind“. Entscheidungen über ihre Zukunft wurden von den Helferinnen bzw. über Umwege von Carl von Ossietzky selbst getroffen. 10 Maud von Ossietzky war dabei, durch die Symptome ihrer Suchterkrankung und ihrer sehr belastenden und schwierigen Persönlichkeit, nur eingeschränkt hilfreich. Sie war aber als Ehefrau des Inhaftierten für die Helferinnen unersetzbar, da nur sie postalischen Kontakt hatte, Besuchs- und Entlassungsanträge stellen durfte und von ihrem Ehemann als Brücke nach „draußen“ geschätzt wurde. 11

Exil

Im Sommer 1933 lagen mehrere Optionen zur Rettung von Rosalinde aus Deutschland vor, u.a. ein Freischulplatz in Schweden, der von Kurt Tucholsky avisiert worden war. Aus der Haft entschied Carl von Ossietzky, 12 dass seine Tochter ein Angebot auf Vermittlung englischer Quäker annehmen solle, nach England zu fliehen 13 , wo sie auch vom Dichter Ernst Toller unterstützt wurde. 14 Die Möglichkeit, in England ein Internat zu besuchen, verdankte sie der Vermittlung des Philosophen Bertrand Russel. 15 Rosalinde hatte nach ihrem ersten Schulabschluss in der Internatsschule Dartington Hall im September 1936 kaum Kontakt und wenig Unterstützung durch deutsche Exilanten in England. Sie war eine selbständig denkende und handelnde Jugendliche, die mit ihren Entscheidungen die Helfer manchmal erschreckte und vor den Kopf stieß. In einem Brief vom 02. Januar 1935 berichtet Ernst Toller an Hilde Walter, dass „R. ohne sein Wissen zur Mutter (nach Deutschland?) gefahren sei. Zuerst war ich peinlich überrascht, aber am Ende sagte ich mir, dass R. alt genug ist, um die wahre Situation ihrer Eltern kennenzulernen“. 16

Kampagne Friedensnobelpreis

Rosalinde bekam durch Zufall Kontakt zu dem jungen deutschen Journalisten Kurt Deutsch, (später Kurt Singer geb. 1911 in Wien gest. 2005 in Santa Barbara, USA), der als engagierter Hitlergegner in Schweden Schriften gegen das Unrechtregime der Nationalsozialisten veröffentlichte. 17 Kurt Singer und dessen Ehefrau Hilde (geb. Tradelius geb. 1911– gest. 2014) banden Rosalinde erstmalig in die Kampagne für die Verleihung des Friedensnobelpreises an Carl von Ossietzky mit ein und ermöglichten ihr die Übersiedlung nach Schweden. Rosalinde war damals 17 Jahre alt. 18 Mit der Unterstützung des schwedischen Ossietzky-Komitees schloss sie das in der Nähe Stockholms gelegene Internat Viggbyholm Schule ab. Sie ließ sich danach in Schweden nieder und blieb auch dort, als Kurt Singer Schweden verlassen musste, um einem Auslieferungsersuchen der Nazi-Regierung zu entgehen und weiter nach Amerika flüchtete. 19 Die Freundschaft mit Kurt Singer blieb bis zu ihrem Tod bestehen. 20 An der Kampagne zur Verleihung des Friedensnobelpreises waren international viele prominente Persönlichkeiten beteiligt. Besonders engagierte sich der im Exil lebende Willy Brandt für die Gewinnung von Unterstützern. 21 Am 07. November 1936 wurde Carl von Ossietzky in Deutschland aus der Schutzhaft der Nazis entlassen. Obwohl Hermann Göhring in einem längeren Gespräch versuchte, ihn zu veranlassen, die mögliche Ehrung durch die Verleihung des Friedensnobelpreises durch Verweigerung der Annahme zu verhindern, hatte dieser keinen Erfolg. 22 Am 23. November 1936 wurde an Rosalindes Vater Carl von Ossietzky der Friedensnobelpreis für 1935 verliehen. Er durfte zur Verleihung nicht aus Deutschland ausreisen und Hitler verbot in der Folge allen Deutschen die Annahme des Friedensnobelpreises. 23 In einem Text, den seine Tochter Rosalinde zum Anlass des 50. Jahrestags der Verleihung des Friedensnobelpreises verfasste, beschreibt sie die Euphorie, in die sie versetzt wurde, als sie als Internatsschülerin von der Ehrung ihres Vaters erfuhr. „Der Rektor und seine pädagogisch moderne Schule wurden in der Öffentlichkeit bekannt wie nie zuvor, sozusagen durch mich, die neue, plötzlich prominente Schülerin. Da überbrachte man mir frühmorgens die Neuigkeit. Ich erhielt Telefonanrufe, und mehrere Journalisten kamen in Taxis in die von Stockholm 22 Kilometer entfernte Schule. Alle Zeitungen hatten riesige Schlagzeilen, ich heftete sie an die Wand. Ein ungewöhnlicher Schultag, ich schwamm in einem Meer von Seligkeit, Hoffnungen, Erwartungen. (…) Man glaubte natürlich an eine menschenwürdige Lösung für Carl von Ossietzky selbst. Ich sagte das alles zu den Reportern, und wie unglaublich stolz ich über die Ehrung meines Vaters war, sowie über den großen Einsatz, den er für den Frieden als verantwortlicher Redakteur in der Weltbühne geleistet hatten.“ 24

Tot des Vaters

Nach den Wochen der Hoffnung folgten Ernüchterung und Enttäuschung. Carl von Ossietzky, gezeichnet von seiner KZ-Haft, starb am 04. Mai 1938. Das Interesse und die Symbolwirkung seines Namens verblassten schnell vor den tagespolitischen Ereignissen, die insbesondere die Gegner des Nazi-Regimes in Deutschland und auf der Flucht betrafen. Spätestens durch Hitlers völkerrechtswidrigen Überfall auf Polen am 01. September 1949 wurde für alle Hitlergegner in Deutschland und im Exil das eigene Überleben zur täglichen Herausforderung. Schweden trat den politischen Flüchtlingen und den rassisch Verfolgten aus Deutschland mit Unverständnis und mit „unschuldig-naiver Ahnungslosigkeit“ gegenüber. 25 Ohne Interesse an persönlicher Not, Rang und Leistung des Einzelnen waren die Sozialbehörden in erster Linie an der Weiterreise der Flüchtlinge in ein endgültiges Exilland interessiert und daran, dass dem schwedischen Steuerzahler keine Kosten entstanden. 26 Die „neutrale Haltung“ Schwedens, gestützt auf eine starke Landesverteidigung, wurde durch den Einmarsch der deutschen Truppen in Dänemark und Norwegen am 09. April 1940 in Frage gestellt. 27 Dadurch wurde für alle Emigranten der Aufenthalt in Schweden zu einer existentiellen Herausforderung, der sie zum Teil durch konsequente Integration in die Schwedische Gesellschaft zu begegnen versuchten. Rosalinde von Ossietzky verlobte sich zu Ostern 1940 nach Angaben ihrer Mutter, Maud von Ossietzky, im Alter von 20 Jahren mit einem Lehrer der Schule in Viggbyholm. 1943 wurde ihr Sohn Carl-Ebbe geboren. 28 Ein „Aufruf zur Sammlung der Deutschen in Schweden“ von 1943 wurde von ihr mit dem Namen Rosalinde von Ossietzky-Viredéus unterschrieben. 29

Aufbau einer Existenz in Schweden

Rosalinde studierte an der Sozialhochschule und wurde – obwohl sie Tänzerin, Schauspielerin oder Journalistin werden wollte – im Anschluss in Schweden Sozialarbeiterin. Sie arbeitete mit Alkoholkranken und begründete in Stockholm einen sozialen Telefonnotruf, eine Form der staatlichen Telefonseelsorge. 30 Rosalindes Rolle einer deutschen Migrantin in Schweden wurde wesentlich bestimmt durch die jeweiligen politischen Positionen der Regierung und die Meinung der Bevölkerung. Erst mit der sich abzeichnenden Niederlage der deutschen Truppen 1943 veränderte sich die pragmatische Neutralitätspolitik, die beispielsweise große Lieferungen von Eisenerz und Kugellagern nach Deutschland durchaus zuließ. Schweden bemühte sich, dann mit den Westalliierten zu arrangieren. 31 Nach der deutschen Kapitulation am 07. Mai 1945 gab es keine diplomatische Verbindung zwischen Schweden und Deutschland. 32 Nach der Konstituierung der Bundesrepublik Deutschland im September 1949 folgte am 07. Oktober des gleichen Jahres die Gründung der DDR. 33 Der Alleinvertretungsanspruch, den Adenauer für die Bundesrepublik als „alleinige legitimierte staatliche Organisation des deutschen Volkes“ erhob, wurde von Schweden nicht akzeptiert. Im folgenden Jahrzehnt bestand von der schwedischen Seite die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung. „Deutschland, das früher durch seine Macht eine Gefahr für Europa war, sei nun durch seine Ohnmacht „ein politisches Vakuum in Europa“ und damit ein „Störfaktor“ in den internationalen Beziehungen.“ 34 In dieser außenpolitischen Situation musste sich die schwedische „Neubürgerin“ Rosalinde von Ossietzky-Palm auch in der Nachkriegszeit zurechtfinden. Die Beziehung zu ihrer Mutter, Maud von Ossietzky, war Zeit ihres Lebens belastet durch die Alkoholerkrankung der Mutter. 35 Maud von Ossietzky blieb nach dem Tod von Carl von Ossietzky am 04. Mai 1938 und nach einer sich anschließenden großen psychischen Krise in Deutschland. Sie kehrte nicht in ihr Geburtsland England zurück, sondern blieb unter ihrem Mädchennamen in Berlin. Nach ihrer Aussage war sie immer unter der dauernden Überwachung der Gestapo. Versorgt wurde sie weiterhin nach Möglichkeit von der ehemaligen Weltbühne-Sekretärin Hilde Walter. So blieb Rosalinde von Ossietzky eine parentifizierte Versorgung ihrer Mutter erspart. 36 Bereits in den 20er Jahren wurden die Entscheidungen Carl von Ossietzkys stark beeinflusst durch den belastenden Alltag, der durch Symptome und Bewältigungsversuche der Erkrankung seiner Frau geprägt waren. Maud von Ossietzky war in ihrer Rolle als Mutter immer überfordert, aber Rosalinde hat die für sie daraus resultierenden Defizite und ihr Verlassen-Sein nie beklagt, sondern öffentlich in der Regel nichts Negatives über ihre Mutter verlauten lassen. Durch die Einbindung in die Kampagne der Friedensnobelpreisverleihung für ihren Vater durch Kurt Singer, hatte sie zum ersten Mal die Möglichkeit, als eigenständige Person wirksam zu werden. In der Phase seines Lebens, in der Carl von Ossietzky der menschenverachtenden Willkür der Nationalsozialisten ausgeliefert war, gab es in den oft zersplitterten und zerstrittenen Exil- und Widerstandsgruppen im Prinzip zwei Positionen, mit dem Ziel ihn zu schützen. Da die sadistischen und grenzenlosen Quälereien, die mit Freude von den Wachleuten und der Lagerleitung der Konzentrationslager im Emsland erdacht und ausgeführt wurden, durch verschiedene Quellen bekannt waren, 37 war die Devise der engsten Helfergruppe, um jeden Preis dem Unrechtstaat keinen Vorwand zur Folter zu liefern. 38 Tatsächlich aber beruhte das System in den KZs, Menschen auf bestialische Weise bis in den Tod zu quälen, auf der lustvollen Einzelentscheidung und dem rechtsfreien Raum in dem die Wachleute agierten. Als schützend erwies sich im Nachhinein nur das Herstellen einer Öffentlichkeit im Ausland, wobei für die nationalsozialistische Führung nur Presse und prominente Fürsprecher für Gefangene relevant waren, in Ländern, an deren positiven Beurteilung sie interessiert waren. 39 Durch die Friedensnobelpreiskampagne engagierte sich Rosalinde von Ossietzky von Beginn an auf der „richtigen“ Seite und ihr Engagement blieb, auch Dank des Mutes ihres Vaters, den Preis anzunehmen, bestimmend für ihr ganzes weiteres Leben. Rosalinde verband mit dem Friedensnobelpreis auch den Traum, dass ihre Familie sich durch das Preisgeld die Dinge leisten könne, die vorher unerreichbar schienen (Sanatorium für die Eltern, Schauspielstudium für sie selbst usw.) 40. Es war der Leichtgläubigkeit und Labilität von Maud von Ossietzky zu verdanken, dass der vorbestrafte, betrügerische Rechtsanwalt Kurt Wannow von Carl von Ossietzky die Vollmacht erhielt, das Geld, umgerechnet ca. 100.000 Reichsmark in Schweden entgegenzunehmen und davon ca. vier Fünftel zu veruntreuen. 41 Rosalinde musste alle ihre Kräfte aufwenden, um ihr neues Leben in Schweden aufzubauen. Ihr Flüchtlingsschicksal als sehr junger Mensch hatte immer hinter dem Interesse am Schicksal ihres international geachteten Vaters zurückgestanden. Mithilfe einer Psychoanalyse bei der berühmten Psychologin Stefi Pedersen, die selbst aus einer jüdisch-deutschen Familie stammte, in weiten Teilen Opfer der Shoa wurde und über Norwegen nach Schweden geflohen war, konnte sie ihren Leidendruck vermindern und lernte, sich mit ihrer Lebenssituation zu arrangieren. 42 Sie studierte auf Schwedisch, einer Sprache, die sie sich in kurzer Zeit aneignen musste und machte ihren Abschluss als Sozialarbeiterin. Gleichzeitig versorgte sie nach der Geburt ihres Sohnes Ebbe 1943 ihre neu gegründete Familie.

Erinnerungsarbeit in der DDR

Zu der erneuten Erinnerungsarbeit zum Schicksal Carl von Ossietzkys, die Zeit ihres Lebens zum zentralen Thema werden sollte, fand Rosalinde durch ihre Mutter. Nach 1945 ließ Maud von Ossietzky sich in Ostberlin, spätere Hauptstadt der DDR, nieder und es entstand die Legende der Neugründung der Weltbühne aufgrund ihrer persönlichen Initiative. 43 Gemeinsam mit Hans Leonard (bei Wikipedia fälschlich Hans Leonhard), geb als Hans Levysohn, wurde nach einer ersten Lizenz im englischen Sektor, eine jahrzehntelange wechselvolle Existenz im „realen Sozialismus“ der DDR begründet. Das Innenleben dieser DDR-Weltbühne unter der Leitung von Hans Leonard und später Hermann Budzislawski wird in dem fünfteiligen Interview vom Schriftsteller und Stasi-Spitzel Jean Villain (d.i. Marcel Bruno Brun) 44 mit Ursula Madrasch-Groschopp, das ca. 1987 geführt wurde, anschaulich vermittelt. 45 Hier wird naiv und ohne Problembewusstsein ein Journalismus beschrieben, der die Zensur durch Selbstzensur unterläuft und der die Nähe zu den DDR-Machthabern und ihrer Politik anekdotisch und verharmlosend bekennt. „Dann können Sie sich ja vorstellen, wie dieser dicke, fröhliche Wilhelm Piek an Wochenenden gelegentlich durch Pankow spazierte und, wenn er dabei dem ihm bestens bekannten Leonard begegnete, mit ihm nicht nur über das Wetter redete.“ An anderer Stelle wird der 17. Juni 1953 thematisiert. Dieser Massenprotest, bei dem dutzende Demonstranten von der Volkspolizei und sowjetischen Soldaten erschossen wurden und bei denen bei anschließenden Gerichtsverhandlungen langjährige Haftstrafen und auch Todesstrafen verhängt und vollstreckt wurden, wird von Ursula Madrasch-Groschopp in dem Gespräch mit Villain kommentiert: „Kurzum, selbst diese seltsamen Tage überstand die Weltbühne“. 46 In dieser Atmosphäre lernte Rosalinde von Ossietzky-Palm die DDR kennen und fand in der drei Jahre älteren Ursula Madrasch-Groschopp eine alles erklärende und positiv färbende DDR Kleinfunktionärin, die ihr Verständnis von Journalismus mit den Worten beschrieb: „In jenen Jahren war es eben schlicht unmöglich, über dieses Land im umfassenden Sinne gut und richtig zu berichten. Denn wenn man die Schattenseiten, die das Bild ja erst verdeutlicht hätten, mitgezeichnet hätte, wären die Texte – zumindest in der DDR – nicht druckbar gewesen.“ Für Rosalinde von Ossietzky-Palm bestand nur die Möglichkeit, sich mit dieser den Journalismus ihres Vaters verfälschenden und verhöhnenden Position zu arrangieren oder sein Andenken der im Westen herrschenden Verleugnungs- und Verdrängungspolitik zu opfern. In der DDR erschienen gekürzte Textausgaben aus dem Werk ihres Vaters, in denen er als „Wegbereiter eines besseren Deutschlands lautstark vereinnahmt [wurde], nach dem in Windeseile Straßen, Schulen und Plätze – ganz ohne Diskussion – in feierlichen Zeremonien benannt wurden“. 47Es bestand für die Tochter zu dieser Zeit nur die Alternative, wie ihre Mutter Maud von Ossietzky, die vom DDR Regime alimentiert und instrumentalisiert wurde, Carl von Ossietzky nach dem sinnentstellten Zitat „Heute jedoch sollen wir wissen, daß links von uns nur Verbündete stehen“ 48 als Kronzeugen des „realen Sozialismus“ zu vermarkten, oder sich mit dem Todschweigen seiner Existenz, wie es im Westen praktiziert wurde, abzufinden. Eine dritte Möglichkeit entstand erst nach einer neuen Phase der Vergangenheitsbewältigung in Westdeutschland.

Vergangenheitsaufarbeitung in Westdeutschland

Es hatte in Westdeutschland vereinzelt immer wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit den Themen Weltbühne und Carl von Ossietzky gegeben. Die Originaltexte Carl von Ossietzkys und der anderen Autoren der Weltbühne waren spätestens 1978 ungekürzt und unzensiert allen Interessierten in Westdeutschland zugänglich. Der Verleger Dietrich Pinkerneil lies im Athenäum Verlag Königstein einen Faksimile Nachdruck der Weltbühne erscheinen, bei dem für DM 850,00 der Reprint von 15 Bänden leinengebunden und eine 29-bändige Paperback-Edition für DM 378,00 erhältlich war.[49] Zu den über 26.000 Seiten, die mit einem Namens- und Sachverzeichnis versehen waren, gab es einen Begleitband mit jeweils einem Essay von Axel Eggebrecht und Dietrich Pinkerneil, die Informationen über die Geschichte des Blattes, seiner Funktion und Wirksamkeit, berichteten.[50] Die in Frankfurt am Main ansässige deutsche Verlags-, Musik und Buchhandelsfirma Zweitausendeins, die durch preisgünstige, selbst verlegte oder vom Originalverlag lizensierte Auflagen einen legendären Ruf erworben hat, brachte Anfang der 80er Jahre eine erneut verbilligte Auflage des Reprints auf dem Markt, sodass die originalen Weltbühne-Texte Ossietzkys in Vollständigkeit auch für Studierende preislich erschwingbar wurden. Für viele Kulturschaffende, die in den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts noch großes Interesse an der politischen Kulturgeschichte der 20er Jahre zeigten, war nun über Bibliotheken oder den Erwerb der vollständigen Ausgabe der Weltbühne, eine Quellenauswertung möglich, die unabhängig von der Monopol- und Deutungshoheit der DDR stattfand.[51]

Zusammenarbeit mit Oldenburg

Auch für Rosalinde von Ossietzky-Palm eröffnete sich eine neue Beziehung zu Westdeutschland. 1972 wurde von dem Jurastudenten und DKP-Mitglieds Hans-Henning Adler, der auch im Planungsausschuss der Oldenburger Universität war, der Vorschlag formuliert, der Universität den Namen Carl von Ossietzky-Universität zu verleihen. Dem schloss sich ein Kulturkampf an, der von Befürwortern wie Gegnern erbittert geführt wurde.[52] Es gab eine studentische Aktion, bei der illegal der Namenszug „Carl von Ossietzky Universität“ am Turm des Allgemeinen Verfügungszentrums (heute A1-4) angebracht wurde. Der Schriftzug, der im Rahmen eines spektakulären Polizeieinsatzes wieder entfernt wurde, war das Startsignal für einen nahezu 20 Jahre dauernden Prozess, der nicht nur peinlichen verbalen Entgleisungen der Gegner der Namensnennung Raum gab, sondern symbolisch den politischen Wandel in der westdeutschen Erinnerungskultur dokumentiert. Elke Suhr ist es als damalige AStA-Kulturreferentin zu verdanken, den Oldenburger Namenskämpfern die tatkräftige Unterstützung durch Rosalinde von Ossietzky-Palm zu verschaffen: Sie besorgte sich über die schwedische Auskunft die Telefonnummer von Rosalinde in Stockholm. Bereits am 06. November 1975 hielt die Tochter von Carl von Ossietzky in der Aula der Oldenburger Cäcilienschule eine Rede[53] und sie blieb der Oldenburger Universität zeit ihres Lebens verbunden.

Alexander Lipping, der eine „Weltbühne-Revue“ für die Katakombe Frankfurt vorbereitete, sprach auf einer Veranstaltung zur Verleihung der Carl-von-Ossietzky-Medaille 1987 Frau von Ossietzky-Palm an, ob sie an einer Schallplattenproduktion der Weltbühne-Autoren als Vortragende der Texte ihres Vaters mitwirken wolle. Die Aufnahmen fanden in Schweden im Haus von Rosalinde von Ossietzky-Palm statt und wurden im Studio von Günter Pauler in Northeim abgemischt. 1988, zum 50. Todestag Carl von Ossietzkys, erschien die Langspielplatte „Große Zeiten“ in einer Auflage von 3.000 Exemplaren bei der Büchergilde Gutenberg in Frankfurt/Main.[54] Der Spiegel schrieb in seiner Ausgabe vom Mai 1988, dass Rosalinda von Ossietzky Palm die ausgewählten Texte ihres Vaters „mit weicher Stimme, leicht angehaucht von der Sprechmelodie ihrer Wahlheimat Schweden“[55] vortrug.

Am 03. Oktober 1991 fand der Festakt zur Namensverleihung statt. Im gleichen Jahr wurde in Oldenburg die Carl-von-Ossietzky Forschungsstelle mit einem Archiv eingerichtet.[56] Bei der Feierstunde sagte der damalige Ministerpräsident von Niedersachsen Gerhard Schröder: „Ich möchte deshalb diese Feier benutzen, um mich bei Ihnen, Frau von Ossietzky-Palm, namens der Niedersächsischen Landesregierung in aller Form für das zu entschuldigen, was das Land Niedersachsen dem Namen Ihres Vaters angetan hat. Ich wünsche mir, daß Sie diese Entschuldigung annehmen trotz aller Kränkungen, die Ihnen bis heute widerfahren sind und anderswo widerfahren.“[57] Die Oldenburger Namensgebung-Erfolge waren mit Sicherheit der Höhepunkt der Kämpfe, die Rosalinde durchgefochten hat und eine Genugtuung nach allen Rückschlägen. Die heimatlose Schwedin fand einen Ankerpunkt für das Andenken ihres Vaters: „In diesem Sinne bin ich ab heute eure Oldenburgerin Rosalinde von Ossietzky-Palm.[58] Die Ehrenbürgerin der Carl von Ossietzky-Universität hatte bereits 1981 den Hauptteil des Nachlasses ihres Vaters dem Ossietzky-Archiv der Universität übergeben.[59] Nach ihrem Tod am 07. Februar 2000 [60] wurde von ihrem Sohn, dem Kunstmaler und Architekten Ebbe Palm[61], die verblieben Schriften und Erinnerungsstücke nach Oldenburg gebracht.

Wiederaufnahmeantrag und Wirkung

Den größten Rückschlag ihrer Mission, ihren Vater von der Schande des Gerichtsurteils als Landesverräter zu befreien, erlitt sie im Jahr 1991, als am 11. Juli vom Kammergericht Berlin per Beschluss der Wiederaufnahmeantrag verworfen wurde. Begründet wurde die Nichtzulassung mit den Worten „…der Wiederaufnahmeantrag stützt sich auf Umstände, die das Reichsgericht eingehend und mit gegenteiligem Ergebnis gewürdigt hat. Eine Tatsache, deren Gegenteil das Urteil feststellt, ist denkgesetzlich keine neue Tatsache.“ Die Justiz im wiedervereinigten Deutschland hat die ihr „gebotene Gelegenheit zu einem Akt der Selbstreinigung“ ausgeschlagen.[62] Rosalinde von Ossietzky-Palm hat ihr Leben dem Andenken ihres Vaters gewidmet. Bereits als junges Mädchen von 16 Jahren wurde sie von Kurt Deutsch (Singer) in die Friedenspreiskampagne einbezogen[63] und erlebte über ihr ganzes Leben den Wechsel von regem Interesse der Öffentlichkeit und gleichgültigem Vergessen, die das Schicksal ihres Vaters begleiteten. Auch nach dem Gedenken an Carl von Ossietzky anlässlich seines 50. Todestages im Jahr 1988, bei dem sich in der Bundesrepublik Deutschland das größte Interesse nach dem 2. Weltkrieg in unzähligen Publikationen, Veranstaltungen und Medienbeiträgen zeigte, entstand im Jahr 1989 durch den Fall der Mauer eine innenpolitische und kulturelle Neuorientierung, bei der ein Gedenken zum 100. Geburtstag von Carl von Ossietzky nur noch eine marginale Rolle spielte.[64]

Weblinks und Einzelnachweise

  1. In der Mehrzahl der heute vorliegenden Quellen lautet der Vorname Rosalinde. Laut Eintrag in der Geburtsurkunde des Auguste Viktoria Krankenhauses in Berlin Schöneberg vom 24. Dezember 1919 ist ihr Vorname „Rosalinda“ (Repro in: Soldenhoff Richard von 1988 S. 81) Es liegen Briefe vor, in denen sich Frau von Ossietzky-Palm selbst Rosalinda nennt und verschiedene Quellen, in denen sie Rosalinda genannt wird (z.B. Sternburg, Wilhelm von 1996; Boldt, Bärbel et al. (Hrsg) 1981 …aber von dir wird gesprochen Katalog zur gleichnamigen Ausstellung über Carl von Ossietzky Bibliotheks- und Informationssystem Universität Oldenburg S. 9). Auch die Briefe an A. Lipping sind mit „Rosalinda“ unterzeichnet, daher auch die Verwendung des Vornamens auf dem Plattencover „Große Zeiten“) ↩︎

[2] Suhr, Elke 1988, Carl von Ossietzky Eine Biografie Kiepenheuer & Witsch Köln S. 22f

[3] Maud von Ossietzky erzählt 1966 und 1988 Mit einem Gespräch zwischen Rosalinde von Ossietzky-Palm und Ursula Madrasch-Groschopp Buchverlag Der Morgen Berlin S.58f

 [4] Soldenhoff, Richard von 1988 Carl von Ossietzky 1889-1938 Ein Lebensbild „Von mir ist weiter nichts zu sagen Quadriga Verlag Weinheim und Berlin S.107

[5] Soldenhoff, Richard von 1988 Carl von Ossietzky 1889-1938 Ein Lebensbild „Von mir ist weiter nichts zu sagen Quadriga Verlag Weinheim und Berlin S.92f.

[6] Kraiker, Gerhard et al. 1994 Carl von Ossietzky Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH Reinbek bei Hamburg S.31

[7] Soldenhoff, Richard von 1988 Carl von Ossietzky 1889-1938 Ein Lebensbild „Von mir ist weiter nichts zu sagen Quadriga Verlag Weinheim und Berlin S.181

[8] Carl von Ossietzky 10.04.1932 Brief an seine Ehefrau Maud zitiert in: Boldt, Bärbel et al. (Hrsg) 1981 …aber von dir wird gesprochen Katalog zur gleichnamigen Ausstellung über Carl von Ossietzky Bibliotheks- und Informationssystem Universität Oldenburg S. 9

[9] Soldenhoff, Richard von 1988 Carl von Ossietzky 1889-1938 Ein Lebensbild „Von mir ist weiter nichts zu sagen Quadriga Verlag Weinheim und Berlin S.301

[10] Trapp, Feithjof et al. 1988 Carl von Ossietzky und das politische Exil Die Arbeit des „Freundeskreises Carl von Ossietzky“ in den Jahren 1933-1936 Hamburger Arbeitsstelle für Exilliteratur zur Ausstellung Carl von Ossietzky und das politische Exil S.9ff

[11] Schottes, Christoph 1997 Die Friedensnobelkampagne für Carl von Ossietzky in Schweden S.26f

[12] Schottes, Christoph 1997 S. 77f

[13] Boldt, Werner 2019 Carl von Ossietzky (1889-1939 Pazifist und Demokrat, KZ-Häftling und Friedensnobelpreisträger Donat Verlag S.222

[14] Ernst Toller „Liebes Rosalindchen“ 1966 und 1988 in: Maud v. Ossietzky erzählt Mit einem Gespräch zwischen Rosalinde v. Ossietzky-Palm und Ursula Madrasch-Groschopp Buchverlag Der Morgen Berlin S. 184

[15] Vinke Hermann 1978 Carl von Ossietzky Mit einem Vorwort von Willy Brandt Cecilie Dressler Verlag Hamburg S 128

[16] Trapp, Feithjof et al. 1988 Carl von Ossietzky und das politische Exil Die Arbeit des „Freundeskreises Carl von Ossietzky“ in den Jahren 1933-1936 Hamburger Arbeitsstelle für Exilliteratur zur Ausstellung Carl von Ossietzky und das politische Exil S.83

[17] Schottes Christoph 1997 Die Friedensnobelkampagne für Carl von Ossietzky in Schweden Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg S116ff

[18] Med andra ord Skriven av och för personal vid Stockholms Socialförvalting augusti 87 S.10f

[19] Elke Suhr et al. 1988 Carl von Ossietzky Eine biografische Ausstellung Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg S.82

[20] Der Spiegel Das Deutsche Nachrichten-Magazin Nr. 19 42. Jahrgang 9.Mai 1988 S.254

[21] Schottes Christoph 1997 Die Friedensnobelkampagne für Carl von Ossietzky in Schweden Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg S147ff

[22] Soldenhoff, Richard von 1988 Carl von Ossietzky 1889-1938 Ein Lebensbild „Von mir ist weiter nichts zu sagen Quadriga Verlag Weinheim und Berlin S.242

[23] Dr. Werner Boldt 1975 in, Ossietzky aktuell Carl von Ossietzky über Militarismus, Faschismus Antikommunismus, Verfassung, die Macht im Staat und über gemeinsames Handeln gegen den Faschismus Röderberg-Verlag Frankfurt S.47

[24] Rosalinde von Ossietzky-Palm 1987 Wie es auch war in: Daxner, Michael et al. Carl von Ossietzky Fünfzig Jahre Friedensnobelpreis S. 12f

[25] Müssener, Helmut1974 Exil in Schweden Politische und Kulturelle Emigration nach 1933 Carl Hanser Verlag München S.94f

[26] Maier-Wolthausen, Clemens 2018 Zuflucht im Norden Die schwedischen Juden und die Flüchtlinge 1933-1941, Wallstein Verlag Göttingen S. 294

[27] Dörr, Nikolas 2004 Die schwedische Geschichte als Objekt der deutschen Forschung in: Monografie Centrum Niemieckich S49f.

[28] Maud von Ossietzky erzählt 1966 und 1988 Mit einem Gespräch zwischen Rosalinde von Ossietzky-Palm und Ursula Madrasch-Groschopp Buchverlag Der Morgen Berlin S.141

[29] Müssener, Helmut1974 Exil in Schweden Politische und Kulturelle Emigration nach 1933 Carl Hanser Verlag München S.198f

[30] Med andra ord Skriven av och för personal vid Stockholms Socialförvalting augusti 87 S.10f (siehe Ziff.8)

[31] Dörr, Nikolas 2004 Die schwedische Geschichte als Objekt der deutschen Forschung in: Monografie Centrum Niemieckich S.50

[32] Scholz, Michael F. 1993 Östen Undén und die DDR in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte Jahrgang 41 (1993) Heft 3 S.394f.

[33] Scholz S. 396

[34] Scholz, Michael F. 1993 S.400

[35] Trapp, Feithjof et al. 1988 Carl von Ossietzky und das politische Exil Die Arbeit des „Freundeskreises Carl von Ossietzky“ in den Jahren 1933-1936 Hamburger Arbeitsstelle für Exilliteratur zur Ausstellung Carl von Ossietzky und das politische Exil S.10ff.

[36] Maud von Ossietzky erzählt 1966 und 1988 Mit einem Gespräch zwischen Rosalinde von Ossietzky-Palm und Ursula Madrasch-Groschopp Buchverlag Der Morgen Berlin S.135ff

[37] Lüerßen, Dirk 2001 „Wir sind die Moorsoldaten“ Die Insassen der frühen Konzentrationslager im Emsland 1933 – 1936 Dissertation Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück S. 109ff.

[38] Trapp, Feithjof et al. 1988 Carl von Ossietzky und das politische Exil Die Arbeit des „Freundeskreises Carl von Ossietzky“ in den Jahren 1933-1936 Hamburger Arbeitsstelle für Exilliteratur zur Ausstellung Carl von Ossietzky und das politische Exil S.52

[39] Kraiker, Gerhard et al. 1994 Carl von Ossietzky Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH Reinbek bei Hamburg S.111f.

[40] Rosalinde von Ossietzky-Palm 1987 Wie es auch war in: Daxner, Michael et al. Carl von Ossietzky Fünfzig Jahre Friedensnobelpreis S. 12f

[41] Kellerhoff, Sven Felix 2010

[42] Med andra ord Skriven av och för personal vid Stockholms Socialförvalting augusti 4.87 S.10

[43] Rosalinde von Ossietzky-Palm in: Maud von Ossietzky erzählt 1966 und 1988 Mit einem Gespräch zwischen Rosalinde von Ossietzky-Palm und Ursula Madrasch-Groschopp Buchverlag Der Morgen Berlin S.150

[44] Knellwolf, Thomas. Jean Villain, Schriftsteller und Stasi-Spitzel. 28.09.2006, Weltwoche Verlags AG. https://weltwoche.ch/story/jean-villain-schriftsteller-und-stasi-spitzel/ [abgerufen: 03.09.2026]

[45] Villian, Jean. Jean Villain Gespräch mit Ursula Madrasch-Groschopp (I). Ossietzky 20/2004, Zweiwochenschrift für Politik / Kultur / Wirtschaft., Sozialistische Positionen (sopos). https://www.sopos.org/aufsaetze/4163d84b86d16/1.phtml.html [abgerufen: 03.09.2026]

[46] Villian, Jean. Gespräch mit Ursula Madrasch-Groschopp (II). Ossietzky 22/2004, Zweiwochenschrift für Politik / Kultur / Wirtschaft., Sozialistische Positionen (sopos). https://www.sopos.org/aufsaetze/41a6dfab56acb/1.phtml.html [abgerufen: 03.09.2026]

[47] Rheude, Rainer 2009 Kalter Krieg um Ossietzky Warum die Universität Oldenburg fast 20 Jahre um ihren Namen ´streiten musste Edition Temmen Bremen S. 140

[48] Maud von Ossietzky erzählt 1966 und 1988 Mit einem Gespräch zwischen Rosalinde von Ossietzky-Palm und Ursula Madrasch-Groschopp Buchverlag Der Morgen Berlin S.144

[49] Der Spiegel 30/1978 „Die Weltbühne“ als Reprint, 23.

[50] Eggebrecht, Alfred et al. 1979 Das Drama der Republik

[51] B. Lipping, Alexander (Hrsg.) 1988 Der Traum der Republik Literarische Revue über die Zerstörung der Weimarer Republik Röderberg im Pahl-Rugenstein Verlag Köln

[52] Uni Info Carl von Ossieztzky Universität 2024 Jahrgang 53 Februar 2024 S.6f

[53] Rheude, Rainer 2009 Kalter Krieg um Ossietzky Warum die Universität Oldenburg fast 20 Jahre um ihren Namen ´streiten musste Edition Temmen Bremen S. 106ff

[54] Alexander Lipping, Rosalinde von Ossietzky-Palm, Große Zeiten, Songs und Texte aus der Weltbühne

[55] Songs aus der »Weltbühne«. In: Der Spiegel. 8. Mai 1988, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 10. Juli 2025]).

[56] Schröder, Gerhard et al. 1991 Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg Reden zur Namensgebung Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg. S.23

[57] Schröder, Gerhard et al. 1991 Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg Reden zur Namensgebung Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg. S.15f

[58] Schröder, Gerhard et al. 1991 Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg Reden zur Namensgebung Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg. S.36

[59] Carl von Ossietzky-Archiv – Wissenschaftliche Sammlung. https://portal.wissenschaftliche-sammlungen.de/SciCollection/182622

[60] Carl von Ossietzky Universität Oldenburug. Erinnerungen an Ehrenbürgerin Rosalinda von Ossietzky-Palm. Hochschulzeitung UNI-INFO, Ausgabe 3/2000 https://uol.de/uni-info/2000/3/hochpol.htm#7 [abgerufen: 03.09.2026]

[61] Reinert, Jochen. Ebbe Palm. Ossietzky 20/2005, Ossietzky. Zweiwochenschrift für Politik / Kultur / Wirtschaft., Sozialistische Positionen (sopos). https://www.sopos.org/aufsaetze/4367b2f07fe3b/1.phtml.html [abgerufen: 03.09.2026]

[62] Hannover, Heinrich 1999 Die Republik vor Gericht 1975-1995 Aufbau- Verlag GmbHS.399ff

[63] Rosalinde von Ossietzky-Palm 1986 Geleitwort in: Donat, Helmut u.a. Carl von Ossietzky Republikaner ohne Republik Donat &T Temmen Verlag Bremen S.11

[64] Rietzschel, Thomas 1989 Zwischen den Gedenktagen in: Reinhardt, Helmut (Hrsg.) Nachdenken über Ossietzky Aufsätze und Graphik Verlag der Weltbühne v. Ossietzky & Co. Berlin S.240